FC Seuzach vs. Chur 97 3:4 (1:3)
Rolli, Seuzach. 210 Zuschauer. SR: Riva; Jerkic, Borghetto
Tore: 12. Deplazes 0:1, 15. Lo Re 0:2, 25. Deplazes 0:3, 31. Zarkovic (ET) 1:3, 49. Türkmen 2:3, 81. M. Cavegn 2:4, 89. Pumpalovic 3:4
FCS: Migliaccio, Schalcher (46. Di Nucci), Bär (33. Lötscher), D. Schiendorfer, Russo, Pumpalovic, Kradolfer, Auer, Müller (82. Vögele), Celebi (76. Sposato), Türkmen
Chur 97: Zuvic, Maffezzini, Tomic, Zarkovic, Bearth (59. Schmid), F. Cavegn (75. M. Cavegn), Lymann, Sele, Deplazes (90. Tino), Krättli (70. Catricala), Lo Re (70. Caduff)
Bemerkungen: Seuzach ohne Egli, Wismer (beide nicht eingesetzt) Weibel (gesperrt), Ullmann, Lamanna, C. Schiendorfer, Düring, Dekhili (alle verletzt), Kuhn, Popp, Vögeli (alle abwesend), Tavares, Süsstrunk, Berisha (alle nicht im Aufgebot); Chur ohne Senteler, Macic, Caduff (alle nicht eingesetzt), Gentile, Karamese (beide verletzt), Theijse, Gerzic, Lebien (alle nicht im Aufgebot)
Verwarnungen: 39. Lymann, 52. Bearth, 55. Kradolfer, 60. Türkmen, 66. Lo Re, 68. D. Schiendorfer, 78. Lötscher, 88. Müller
Eines steht fest: Wer auf den Sportplatz Rolli kommt, der kriegt etwas geboten. Zwei Wochen nach dem 4:3-Sieg Seuzachs gegen Weesen gabs am Samstag wieder sieben Tore zu sehen. Diesmal aber hatte der Gast das bessere Ende auf seiner Seite. Chur, beim Abbruch der letzten Saison klar (vor Seuzach) auf Rang 1 der Gruppe 6 platziert, gewann 4:3.
Die Grundlage dafür legten die Bündner in den ersten 25 Minuten. Denn da gingen sie 3:0 in Führung. Dabei hatte Seuzach spielerisch nicht mal schlecht begonnen. Aber wenns in Richtung Strafraum ging, dann war Chur bedeutend gefährlicher. Seuzach dagegen offenbarte grosse Schwächen in der Verteidigung. Das hatte zum einen damit zu tun, dass mit dem gesperrten Weibel, Tavares und Vögeli drei bewährte Defensivspieler fehlten. Zum anderen aber auch damit, dass sich die Seuzacher in den Zweikämpfen und im Stellungsspiel manchmal ziemlich unbedarft verhielten.
Das grosse Plus der Churer in der ersten Halbzeit aber war ihre Aggressivität. Sie spielten mit dem Biss im Pressing, der in dieser Liga Standard ist. Seuzach war in dieser Beziehung lange zu zurückhaltend. Womöglich wäre es auch nicht mehr spannend geworden, wenn Seuzach nicht durch ein kurioses Eigentor der Churer nach einer halben Stunde hätte verkürzen können. Gabriel Auer hatte noch vor der Pause den Anschlusstreffer auf dem Fuss, verzog aber.
Das 2:3 fiel in der 49. Minute dann doch. Caner Türkmen, Seuzachs bester Mann, war der Torschütze. Es erstaunte, wie Aufstiegsfavorit Chur in der zweiten Halbzeit das Zepter aus der Hand gab. Allzuviele Chancen gestanden die Bündner dem Heimteam dann aber doch nicht zu. Die beste hatte Aussenverteidiger Davide Russo in der 74. Minute. Kurz darauf fiel bei einem der wenigen Gegenangriffe Churs das 2:4. Aleksandar Pumpalovics Treffer zum 3:4 kam zu spät.
Also hat Seuzach noch ein Stück weit zu gehen bis zu einem optimalen Auftritt. Beim 1:2 eine Woche vorher in Bazenheid waren vorne zu wenig Tore gefallen. Diesmal war die Defensive die Problemzone. (Der Landbote)