FC Kreuzlingen vs. FC Seuzach 4:2 (2:1)
Hafenareal, Kreuzlingen. 200 Zuschauer. SR: Hügli; Kessler, Albayrak
Tore: 12. Perez 1:0, 28. Auer 1:1, 45. Karaki (P) 2:1, 51. Miljic 3:1, 52. Türkmen 3:2, 90.+5 Rebsamen 4:2
FCS: Popp, Schalcher (82. Abegg), Süsstrunk, Ullmann, Russo, Kradolfer, Vögele, D. Schiendorfer (69. Lamanna), Fischer (75. Luchsinger), Auer, Türkmen
FC Kreuzlingen: Fellmann, Stark (50. Werne), Bode, Perez, M. Arifagic (90.+2 Rebsamen), Karaki (90.+4 Frick), Ferrone, Affentranger, Miljic (62. Huber), Seeger, Hoxha (90.+1 Schröder)
Bemerkungen: Seuzach ohne Egli, Bär (beide nicht eingesetzt), Di Nucci, Berisha, C. Schiendorfer, Lötscher, Vögeli, Weibel, Pumpalovic, Kuhn, Müller, Banao, Dekhili, Sposato; Kreuzlingen ohne Müller (nicht eingesetzt), Juchli, Armbruster (beide verletzt), Vigna, A. Arifagic (beide nicht im Aufgebot)
Verwarnungen: 43. Popp, 83. Werne, 84. Russo, 92. Süsstrunk, 90.+3 Rebsamen
Es gab Diskussionsstoff auf dem Kreuzlinger Hafenareal: In der 43. Minute prallte Seuzachs Goalie Werner Popp mit dem Kreuzlinger Stürmer Midhad Arifagic zusammen, der schon abgeschlossen hatte, und der Schiedsrichter zeigte zur Überraschung vieler auf den Penaltypunkt. Aus dem Foulelfmeter resultierte das wegweisende 2:1 für Kreuzlingen. Der Zwischenstand entsprach dem Spielverlauf. "Wir wollten sie in der grossen Hitze etwas laufen lassen, um nach der Pause mehr machen zu können", sagte Seuzachs Trainer Giuseppe Bruzzese nach dem Match. Doch das Heimteam hatte dann doch den viel besseren Start als aus Seuzacher Sicht gedacht und ging in Führung. Diese wurde durch Gabriel Auer wieder ausgeglichen, der eine Woche zuvor mit einem Hattrick gegen United Zürich geglänzt hatte.
Das Problem der Seuzacher war: Sie waren insgesamt zu dünn besetzt, um einem Spitzenteam wie Kreuzlingen Paroli bieten zu können. Bruzzese musste mit Philipp Luchsinger und Dominik Abegg zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft ins Kader nehmen, die er in der zweiten Halbzeit auch einsetzte. Sie machten ihre Sache zwar gut, aber: "Gegen eine Spitzenmannschaft wird es dann aber schwierig", so Bruzzese. Wie sein Team spielte, damit war der Trainer ganz zufrieden. Der umstrittene Penalty zum 1:2 kurz vor und das 1:3 kurz nach der Pause hätten zwar den Rythmus gebrochen, "aber nicht den Charakter". Das 1:3 beantwortete Caner Türkmen nur eine Minute später mit dem Anschlusstor zum 2:3. Der eingewechselte Lamanna hatte danach tatsächlich noch eine Ausgleichsmöglichkeit, doch auf der Gegenseite musste Popp gleich drei Kreuzlinger Chancen zunichte machen. Das entscheidende 4:2 fiel in der Nachspielzeit, als Seuzach längst alles nach vorne warf.
Am nächsten Samstag triftt Seuzach in der letzten Runde auf den Tabellendritten Amriswil, der punktgleich ist mit Kreuzlingen und zwei Zähler hinter Leader Uzwil liegt. Diese drei Teams werden den Aufsteiger unter sich ausmachen. Seuzach liegt mit elf Punkten auf Rang 9. Es könnte zwar noch auf den drittletzten Platz zurückfallen, doch nur drei der sechs Drittletzten steigen ab. Es sieht also danach aus, als könnte Bruzzeses Mannschaft den Platz in der 2. Liga interregional halten. Aber sicher ist es nicht. (Der Landbote)